Aktuelles aus Friesland / der Wesermarsch

Sturmfluten und Deiche

Die Nähe der Wesermarsch zum Wasser

Herbst und Winter sind die beiden stürmischsten Jahreszeiten – eine Zeit, in der starke Winde und raue Wetterlagen die Nordseeküste prägen. Besonders in der Wesermarsch, einem Landkreis, der an drei Seiten vom Wasser umgeben ist, spielen Sturmfluten eine bedeutende Rolle. Über Jahrhunderte hinweg mussten sich die Menschen hier mit den Naturgewalten arrangieren und Schutzmaßnahmen entwickeln, um das Land zu sichern und Überflutungen einzudämmen.

Dank des kontinuierlichen Deichbaus hat sich die Wahrscheinlichkeit großflächiger Überschwemmungen erheblich verringert. Dennoch gibt es Gebiete, die regelmäßig unter Wasser stehen. Dazu gehören die Strände in Butjadingen, die Kaje in Brake sowie die zahlreichen Sieltiefs, die das Landschaftsbild der Region prägen. Besonders eindrucksvoll sind die Hochwassermarken, die an vielen Stellen als Kleindenkmale auf die Wasserstände vergangener Sturmfluten hinweisen und damit an die Kraft der Natur erinnern.

Wer mehr über die Geschichte der Landgewinnung und Eindeichung erfahren möchte, findet in der Ausstellung des Museums Nordenham spannende Informationen. Dort wird anschaulich gezeigt, wie über die Jahrhunderte hinweg durch die technische Entwicklungen immer wieder neues Land der Nordsee abgerungen wurde.

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